Machen Kinderreisen Kinder klüger?

Ein neuer Ratgeber für Eltern gibt Auskunft, worauf man achten sollte.

Dass pädagogisch betreute Kinderreisen sinnvoll für die Entwicklung des Kindes sind, diese Erkenntnis setzt sich immer weiter durch. Doch nach wie vor gibt es viele Fragen und Unsicherheiten bei den Eltern, die ihre Kinder – oft zum ersten Mal –allein auf Reisen schicken. Eine Hilfestellung bietet jetzt der neue Ratgeber „Die erste Reise ohne Eltern“, der von der ruf akademie herausgegeben wurde.

Die ruf akademie ist seit 30 Jahren in der Forschung, Ausbildung und Konzeptentwicklung für Kinder- und Jugendreisen des Veranstalters ruf tätig. Jede der von diesem Veranstalter angebotenen Kinderreise verfolgt neben dem Spaß einen besonderen Bildungseffekt. Angeleitet durch die pädagogisch geschulten Reiseleiter lernen die Kinder, dass Lernen durchaus Spaß machen kann.

 „Denn Tatsache ist“, so Diplom-Pädagoge Christoph Edlinger, Leiter der ruf akademie, „dass sich die Lebens- und die Schulsituation der Kinder in den letzten Jahrzehnten erheblich gewandelt hat. In vielen Familien unserer jungen Gäste arbeiten beide Elternteile. Die Kinder sind – wenn es denn möglich ist –  tagsüber in staatlichen oder privaten Institutionen. Der Unterricht ist hier oft frontal, das Erleben kommt dabei zu kurz. Gerade das bewusste Erleben fördert aber das Verständnis und motiviert mehr, als das reine Lernen aus Büchern.“

 Eine pädagogisch betreute Kinderreise könne hier deutliche Hilfestellung leisten, davon ist der Diplom-Pädagoge fest überzeugt: „Den sozialen Umgang miteinander lernen, sich in einer neuen Umgebung zurechtfinden, Talente ohne Zwang entdecken – das fördert die Persönlichkeitsentwicklung der Kinder. Dass darüber hinaus besonders die etwas lernschwachen Kinder geradezu einen Sprung in ihren schulischen Leistungen und Aktivitäten erleben, ist eine Beobachtung, die bereits viele Eltern und Lehrer gemacht haben.“.

Themenreisen wecken ohne Zwang das Interesse der Kinder. So sind sie bei der, in Zusammenarbeit mit der Zeitschrift „Eltern family“ entwickelten, Reise auf der Nordseeinsel Föhr unterwegs im Naturschutzgebiet, lernen in Workshops die Gezeiten zu verstehen, erkunden Watt, Flora und Fauna und erfahren hautnah auf einem Kutter, was es mit dem nachhaltigen Fischfang auf sich hat. Im GEOlino-Camp, einer Kooperation mit der Zeitschrift, erkunden sie die Lüneburger Heide und erfahren in ihrer eigenen Klimakonferenz Natur- und Umweltschutz.

Aber auch das Thema „Kinder und Sprachen lernen“ wird aus Sicht vieler Eltern immer wichtiger. Auf den Kindersprachreisen – in Zusammenarbeit mit National Geographic World –  können die Kinder erste Schritte in Englisch machen oder ihre schon vorhandenen Sprachkenntnisse vertiefen.

Da Sport bei Kindern natürlich auch eine große Bedeutung hat, ist ruf eine Kooperation mit der Fußballschule von Michael Rummenigge auf Föhr eingegangen. Ziel: sich sportlich verbessern und soziale Kompetenzen entwickeln. Und ganz neu: Ab Juli gibt es auch eine Golf-Kinderreise nach Föhr im ruf Kinderreise-Programm.

Ab welchem Alter sind nun solche Reisen für Kinder sinnvoll? „Die Erfahrung hat gezeigt, dass die erste Kinderreise in einem Alter ab circa 8 Jahren zu empfehlen ist“, so Christoph Edlinger. Was darüber hinaus zu beachten ist, findet sich in dem neuen ruf Elternratgeber. Dieser ist kostenlos anzufordern unter www.ruf.de/elternratgeber.

 In jedem Fall sollte man allerdings darauf achten, dass der Veranstalter eine große Erfahrung auf diesem Gebiet hat und die Reiseleiterinnen und –leiter pädagogisch geschult sind. Dann kann man die anfangs gestellte Frage „Machen Kinderreisen Kinder klüger?“, durchaus positiv beantworten – zumindest wird der Nachwuchs mit einer Menge neuer Erfahrungen und Erlebnisse nach Hause kommen, die sich auch auf die Entwicklung positiv auswirken.

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